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Ab morgen erstatten die gesetzlichen Krankenkassen deutlich höhere Preise für Hörgeräte. Versicherte, die aus medizinischen Gründen auf ein Hörgerät angewiesen sind, erhalten dafür dann rund 785 Euro statt bislang 421 Euro. Nach Ansicht der BARMER GEK ermöglicht diese Fast-Verdopplung eine aufzahlungsfreie Versorgung mit Hörgeräten, die dem neuesten Stand der Medizintechnik entsprechen und eine Hörbehinderung bestmöglich ausgleichen.

In Deutschland brauchten im letzten Jahr rund 500.000 Menschen ein neues Hörgerät. Voraussetzung ist eine vom Hals-Nasen-Ohren-Arzt diagnostizierte Schwerhörigkeit. Mit der jetzigen Erhöhung wird ein Urteil des Bundessozialgerichts umgesetzt, wonach auch in einer geräuschvollen Umgebung der Hörverlust ausgeglichen werden muss. Nach Ergebnissen der Marktforschung ist dies auf Basis der neu kalkulierten maximalen Erstattung der Krankenkassen, den so genannten Festbetrag, gewährleistet.

Gleichwohl bleiben Versicherte auf gute Beratung angewiesen. Immer sollten auch aufzahlungsfreie Alternativen angeboten werden. Geht der Hörgeräteakustiker auf entsprechende Fragen nicht ein, rät die BARMER GEK, hartnäckig nachzufragen bzw. eine Zweitmeinung einzuholen, um Versorgung und Kosten vergleichen zu können.

Pressemitteilung der BARMER GEK

Marcel Kowalski
Marcel Kowalski ist Redaktionsleiter des Healthcare-Netzwerkes und in seinem Hauptberuf Managing Consultant in der Line of Business Health bei der adesso AG