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Der Gemeinsame Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen hat am heutigen Tag die Neufassung der Bedarfsplanungs-Richtlinie beschlossen. Damit kann – wie im Versorgungsstrukturgesetz vorgesehen – ab 1. Januar 2013 die Versorgung mit ärztlichen Leistungen zielgenauer geplant werden.

„Ich bin froh über den Beschluss, denn damit haben Ärzte und Krankenkassen heute im Gemeinsamen Bundesausschuss einen wichtigen Schritt nach vorne gemacht, um die gute Versorgung der Patienten auch in Zukunft zu sichern. Durch die genauere Planung kann die richtige Verteilung der Hausärzte und Psychotherapeuten besser im Blick behalten werden. Aber eine bessere Bedarfsplanung alleine schafft keine bessere Versorgung. Jetzt ist es wichtig, dass der Hausarzt innerhalb der Ärzteschaft aufgewertet wird. Gerade angehende Mediziner müssen davon überzeugt werden, sich für den Hausarztberuf zu entscheiden. Bei den Psychotherapeuten wird es nach dem G-BA-Beschluss künftig darauf ankommen, zusammen mit der Ärzteschaft eine bessere Verteilung zwischen Stadt und Land zu organisieren“, so Johann-Magnus v. Stackelberg, Vize-Vorstandsvorsitzender des GKV-Spitzenverbandes.

Statement des GKV-Spitzenverbandes

  • Über den GKV-Spitzenverband

    Der GKV-Spitzenverband ist die zentrale Interessenvertretung der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen in Deutschland. Er gestaltet die Rahmenbedingungen für einen intensiven Wettbewerb um Qualität und Wirtschaftlichkeit in der gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung. Die Gesundheit der 70 Millionen Versicherten steht dabei im Mittelpunkt seines Handelns. Die vom GKV-Spitzenverband abgeschlossenen Verträge und seine sonstigen Entscheidungen gelten für alle Krankenkassen, deren Landesverbände und damit praktisch für alle gesetzlich Versicherten. Der GKV-Spitzenverband unterstützt die Krankenkassen und ihre Landesverbände bei der Erfüllung ihrer Aufgaben und bei der Wahrnehmung ihrer Interessen. So hilft er etwa bei der Entwicklung und Standardisierung des elektronischen Datenaustauschs innerhalb der GKV. Seine Wirkungsmöglichkeiten sind vielfältig. So berät er die Parlamente und Ministerien im Rahmen aktueller Gesetzgebungsverfahren und ist stimmberechtigtes Mitglied im Gemeinsamen Bundesausschuss. Mit den Vertragspartnern auf Bundesebene schließt er Verträge und Vereinbarungen sowie verhandelt Richtlinien für die gesundheitliche und pflegerische Versorgung.