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Ein schlecht eingestellter Diabetes kann schwerwiegende Folgeerkrankungen nach sich ziehen, darunter das diabetische Fußsyndrom. Typischerweise geht dieses mit schlecht heilenden chronischen Wunden einher, die meist schmerzfrei sind. 2015 war die Erkrankung bei über 2.800 Versicherten der AOK Bayern so weit fortgeschritten, dass eine Amputation erfolgen musste. Diese reichte je nach Schwere der Schädigung von einem einzelnen Zeh über den gesamten Fuß bis in extremen Fällen hin zum Oberschenkel.

In Bayern leben ungefähr eine Million Menschen mit einem diagnostizierten Diabetes mellitus. Bei etwa drei bis sieben Prozent davon liegt laut Fachliteratur ein diabetischer Fuß vor. Das entspricht bis zu 70.000 Diabetikern. Um Folgekomplikationen von Diabetes möglichst gering zu halten, müssen Stoffwechselentgleisungen rechtzeitig erkannt und behandelt werden. Das strukturierte Behandlungsprogramm Diabetes der größten Krankenkasse im Freistaat legt deshalb einen Schwerpunkt auf die Prävention. Durchgeführt werden zum Beispiel regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen der Füße. Patienten sind von Beginn an aktiv in den Behandlungsverlauf miteingebunden.

Ärzte und Kliniken arbeiten in dem Behandlungsprogramm nach neuesten medizinischen Leitlinien fachübergreifend zusammen. Im Jahr 2015 nahmen mehr als 314.700 Versicherte der AOK Bayern daran teil. Das sind über 60 Prozent aller Diabetiker der Gesundheitskasse.

Pressemitteilung der AOK Bayern

Marcel Kowalski
Marcel Kowalski ist Redaktionsleiter des Healthcare-Netzwerkes und in seinem Hauptberuf Managing Consultant in der Line of Business Health bei der adesso AG